QDF: Was bedeutet Query deserves Freshness?

Inspiriert durch Jens Post zur aktuellen SEO House habe ich zu dem Thema mal ein paar Infobrocken zusammengefasst, die mir beim Querlesen begegnet sind. Was also verbirgt sich hinter dem Buzzword Query deserves Freshness?

 

Kurz umrissen: eine Veränderung der SERPs (Suchergebnis-Seiten) bei Trafficpeaks, sprich sprunghaft ansteigendes Suchvolumen, z.B. durch ein aktuelles Ereignis. Das kann die “normalen” Platzierungen in einer SERP zum betreffenden Keyword gehörig durchwirbeln. Warum das so ist, zeigen sehr anschaulich die folgenden Beispiele:

Ausführliche Analyse, wie sich bei Trafficpeaks die SERPs ändern, Beispiel „Wahlen“:

„Steigt der Traffic an, tauchen plötzlich Seiten mit News-Charakter auf guten Positionen auf, obwohl diese weder über eine Historie noch über Backlinks verfügen.

Ist das Trafficpeak zu Ende, ist auch das beschriebene Phänomen zu Ende.“

http://www.seo-united.de/blog/statistik/news-range-bei-trafficpeaks.htm

Ebenfalls interessanter Beitrag dazu, am Beispiel „Public Viewing Hamburg“:

„Im Falle von “Public Viewing Hamburg” waren während der WM starke Bewegungen in den Suchergebnissen zu beobachten. Mehrmals pro Tag änderte sich die Reihenfolge der Treffer und Seiten zur EM 2008 verschwanden irgendwann komplett aus der Top 10. Ich gehe stark davon aus, dass die Analyse des Nutzerverhaltens hierbei eine große Rolle gespielt hat.“

http://www.seo-strategie.de/blog/ranking-von-suchergebnissen-bei-aktuellen-ereignissen/1482.html

Kurzer Einblick wie man bei Google arbeitet und also möglicherweise auf solche Sachen kommt:

„Jeder der rund 10.000 Google-Mitarbeiter hat Zugriff auf das „Buganizer“-System und kann Fehler in Suchergebnissen dort hinterlegen.

Dies geschieht etwa hundertmal pro Tag und wird von Singhal, der übrigens (Büro)-Kollege von Mighty Cutts ist, ausgewertet und bei genügend ähnlichen Beschwerden entsprechend behandelt.“

http://www.sistrix.de/news/615-ein-blick-in-das-herz-von-google.html

Noch ein letzter Link zum Thema Trafficbaits in Blogs:

http://www.tagseoblog.de/traffic-bait-ereignis-seo-fachblog-bonus

Zusammengefasst sieht das für mich so aus:

Bei Trafficpeaks gelten offensichtlich nicht die normalen Rankingsignale, stattdessen dominieren die Kriterien

  1. Aktualität (z.B. häufigere Aktualisierung, wenn QDF-Flag gesetzt)
  2. ggf. auch Nutzerverhalten / Verweildauer der Nutzer („Information retrieval based on historical data“)

Das führt zu starken Änderungen an den betr. SERPS während des Events, ist der Trafficpeak vorbei, kehrt Google oft fast vollständig zur alten SERP zurück.

In diesem Zusammenhang empfohlen, diese SEOMOZ Whitebord Friday-Folge zum Thema:

SEOmoz Whiteboard Friday – Query Deserves Freshness from Scott Willoughby on Vimeo.

Permalinks für WordPress ohne ModRewrite für Host Europe Web Pack

Da möchte man seinen frisch installierten WordPress Blog mit schönen URLs ausstatten und hat sich beim Hosting für das Web Pack M von Host Europe entschieden – und zack! – stellt man fest: a) dafür braucht man ModRewrite und b) das geht erst ab Web Pack L. Dammit. Aber keine Panik, ein paar findige Leute haben dafür eine schöne Lösung gefunden. War wohl mal für Strato-Hosting gedacht, wird dort aber nicht mehr benötigt. Geht aber auch bei Ho(r)st Europe ;-)

Falls Du das gleiche Problem hast, oder falls ich es mal wieder brauche und bis dahin vergessen habe – so geht’s:

Anleitung: Permalinks für WordPress ohne ModRewrite

1.) WordPress Plugin 123 No Rewrite Permalink herunterladen.

2.) Plugin installieren, z.B. in dem man es direkt aus dem .zip File installiert.

3.) Plugin aktivieren.

4.) Im Root-Verzeichnis Deines Blogs benötigst Du einen Ordner mit dem Namen /cgi-bin

5.) Dort muss eine Datei namens .htaccess abgelegt werden, diese sollte folgenden Inhalt haben:

<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ – [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>
# BEGIN WordPress
# Alle ‘404 Not Found’-Fehler auf index.php umleiten
# ersetzt die mod_rewrite-Regeln durch ErrorDocument 404
# siehe http://schnurpsel.de/wordpress-bei-strato/wordpress-permalinks.html
ErrorDocument 404 /index.php
# END WordPress
Zumindest hat sie das bei mir – und es funktioniert ;-)
6.) URL-Schema der Blogposts konfigurieren:
  • dazu in WordPress unter Einstellungen > Permalinks die Option “benutzerdefinierte Struktur” auswählen
  • dort den Wert /%postname%/ eintragen
  • bei Kategorie-Basis habe ich bei mir noch “topics” eingetragen, warum, weiß ich leider nicht mehr ;-)

7.) Kaboom, dass sollte es gewesen sein, mit den Permalinks für WordPress! ;-)

Großer Dank für eine sehr gute Anleitung und das WordPress Plugin gebührt einem Herrn mit dem schönen Namen Schnurpsel. Hier geht es zu seiner Anleitung mit einer Menge Fragen & Kommentaren.

Hoffe, ich konnte helfen – alles natürlich auf eigene Gefahr ;-)

Reallycoolousmusic: Flako und Cleo & Patra und Tru Thoughts Radioshow

Wenn ich schonmal dabei bin, den Staub von diesem Blog zu pusten, muss ich gleich noch zwei Musikneuentdeckungen für mich loswerden.

Los geht’s mit Cleo & Patra, Trackname “Pharao Love“:

Laid back, unfassbar fett, alles richtig gemacht. Label:
Editainment, EP heisst “On the Nile”, MP3 derzeit leider nicht käuflich, also am besten die Platte auf Discogs jagen, die Youtube-Soundqualität hällt ja auf Dauer keiner aus ;-)

Zweite Neuentdeckung meinerseits: Flako, Albumname “Mini Tollbooth“. Mein Favorit auf dem Album “Doldrums” gibt es nicht auf Youtube, daher muss ich auf diese Nummer hier ausweichen:

Wie ich auf den Kram komme? Durch diese ausgezeichnete Sendung aus Brighton, namens Unfold, dahinter steckt das Label Tru Thoughts. Sie spielen eine wilde Mischung, zwischen UK Bass und Funk und Hip Hop ist so ziemlich alles dabei. Uneingeschränkt empfehlenswert!

Roland SH 09 Soundbeispiel – ein Analogsynth und vier Hände

Roland SH-09

Roland SH-09

Hier ein Fundstück, dass mir gestern auf meiner Festplatte begegnet ist: Mein Kumpel Kareem und ich jammen auf meinem Roland SH 09, 12 Minuten, 1 Synthesizer, 4 Hände:

[soundcloud url=”http://soundcloud.com/ludwigcoenen/one-roland-sh-09-and-four-hands”]

Erstaunt mich immer wieder, was man aus der Kiste rausholen kann. Auch wenn ich nicht wüsste, wie genau, wir diese Sounds da raus geholt haben. In diesem Sinne: viel Spaß beim reinhören!

Drei Sommertracks

Trotz bestem Wetter haben sich in der letzten Zeit irgendwie 3 Tracks von mir zusammen gesammelt, die ich hier mal sharen möchte. Kann ja immer etwas dauern, bis sich ein Label findet, dass den Kram auch so gut findet wie ich – und warum sollen die Stücke bis dahin auf meiner Festplatte schmoren.

[soundcloud url=”http://soundcloud.com/ludwigcoenen/sets/demotracks_july2010″]

iPhone 3G langsam wegen iOS4 – was tun?

iPhone 3G langsam

iPhone 3G langsam

Die neuen Features von iOS4 die auf dem iPhone 3G nutzbar sind halten sich ja sowieso in Grenzen: Ordner für Apps, Fotos werden auf eine Karte gemappt, iTunes Playlists sind editierbar. Dazu noch die ein oder andere Detailverbesserung. Multitasking? Wallpaper für den Homescreen? Beides gibt es erst ab iPhone 3GS.

Trotzdem habe ich natürlich geupdated, war zunächst auch sehr zufrieden, bis ich feststellte: das iPhone 3G mit iOS4 ist so langsam, dass es teilweise kaum noch Spaß macht, es zu benutzen.

iPhone 3G langsam – woran zeigt sich das?

  • Slider beim entsperren verhält sich äußerst stockend
  • iPod-App braucht ca. 15 Sekunden zum Starten
  • Audio-Aussetzer bei gleichzeitiger Benutzung anderer Apps
  • Öffnen der Systemeinstellung dauert ewig
  • Safari friert gerne mal 10-20 Sekunden ein, bevor er wieder auf Eingaben reagiert

Wenigstens hat Apple jetzt erkannt, dass hier ein Problem vorliegt.

Das bestätigen zum Beispiel dieser WSJ-Blog oder Leo auf fscklog.

iPhone 3G Software aktualisieren

Erste Maßnahme: auf neueste Version von iOS updaten.

Weitere Maßnahmen und Tipps

Was ich so gelesen habe, gibt es derzeit folgende halbwegs funktionierende Maßnahmen, um die Benutzbarkeit wieder herzustellen. Gegen unbändigen Akkufraß und WLAN-Verbindungsprobleme (habe ich beides teilweise), hilft das allerdings vermutlich nicht:

  1. iPhone 3G neu aufsetzen und zwar nicht von einem Backup, sondern komplett neu. Hat bei mir schon etwas geholfen.
  2. Deaktivieren einiger Indexfunktionen der “Spotlight”-Suche, das geht so:
    > Systemeinstellungen
    > Allgemein
    > Home-Taste
    > gaanz runter-scrollen und unter “Spotlight-Suche” soviel viel wie möglich deaktivieren
    und anschließend iPhone 3G neu starten.
  3. iOs4 Adé sagen und auf iOs3.13 downgraden. Anleitung zum Downgraden eines iPhone 3G hier bei Lifehacker. Ist aber keine von Apple unterstütze Prozedur, also auf eigenes Risiko!
  4. iPhone 4 oder neuer kaufen – sobald verfügbar ;-)


RME Fireface UC im Test

RME dürfte neben SPL eine DER deutschen Audiotechnik-Hersteller mit dem meisten Renomée in Sachen kompromissloser Qualität sein. Ihre Audiointerfaces Multi- bzw. Fireface haben sich nicht umsonst zu Studiostandards gemausert, Klang und Treiberstabilität sind legendär. Jetzt hat RME das Fireface in einer USB-Variante herausgebracht, wir haben uns das Fireface UC mal näher angesehen.

RME Fireface UC - Audio-Interface mit USB-Anschluss

RME Fireface UC - Audio-Interface mit USB-Anschluss

Das Fireface UC ist mit halber 19“ Breite kompakt gebaut und kommt optisch im gewohnt seriös-spröden RME-Look daher. Blau und mattes Hellgrau dominieren, die Verarbeitung ist hervorragend. Beim Einschalten muss man sich zwischen Mac und PC entscheiden, denn es sind zwei Firmware-Versionen integriert. Wie das Fireface 400 bietet auch das Fireface UC acht analoge Ein- und Ausgänge. Zwei der Eingänge sind als Klinke-XLR Combibuchsen ausgelegt und mit einem Mic- Preamp mit digital kontrolliertem Gain verbunden. Die anderen I/Os sind mit umschaltbarem Gain versehen (-10DBV oder +4dBu), die Eingänge 5-8 auf der Geräterückseite gehen sogar bis +19dBU Verstärkung.

Obendrein gibt es zweimal MIDI rein und zweimal MIDI raus, auf der digitalen Seite stehen ein ADAT oder SPDIF I/O und einmal SPDIF koaxial zur Verfügung. Wordclock Ein-/Ausgang gibt es auch. So kommt die kleine Kiste auf sage und schreibe 18 Anschlussmöglichkeiten – beachtlich für ein derart kompaktes Audiointerface.

Doch die eigentlichen Killerfeatures verbergen sich im Innern: Das Fireface UC ist auf minimale Latenzen ausgelegt, unter OS X geht es runter bis 14 Samples, in der Windows-Welt ist der kleinstmögliche Buffer 48 Samples. Das diese theoretisch niedrigsten Werte auch in der Praxis zum Einsatz kommen, dürfte aber eher selten der Fall sein. Für einen “knackserfreien” Betrieb benötigte ich mit Cubase 4 auf einem aktuellen Quadcore-PC 512 Samples Buffergröße. Was Stabilität angeht, steht der Audiotreiber des Fireface-UC den bisherigen Firewire-bestückten Interfaces von RME jedoch in nichts nach. Ganz zu schweigen vom Routing – hier erlaubt die TotalMix-Software von RME ein Schalten, Walten und Routen nahezu ohne Grenzen. Neun Submixe lassen sich erstellen, TotalMix ist derweil über MIDI steuerbar. Alle Einstellungen werden im Gerät gespeichert und stehen auch im Standalone-Betrieb ohne DAW zu Verfügung.

Der bisher beschriebene Funktionsumfang lässt es vermutlich erahnen: RME hat kein abgespecktes Gerät produziert, um im quirligen Markt für USB-Audiointerfaces mitzumischen. Nein, sie haben ihre Kerntugenden mitgenommen. Und das heißt vor allem: sensationelle Klangeigenschaften.Sei es eine ungeahnte Transparenz in den Höhen und Griffigkeit im Bassbereich bei der Audioausgabe oder ebenso hervorragende Qualität bei der Audioaufnahme. Hier glänzen die analogen Inputs ebenso wie die exzellenten Mic-Preamps.

Bedient wird das Gerät über einen einsamen Push-Encoder auf der Frontseite oder computerseitig über die Treibersoftware. Hier zeigt sich: Das Fireface UC kann enorm viel und lässt sich auf beinahe jeden beliebigen Einsatzzweck konfigurieren. Eine intuitive Bedienbarkeit, im Web-Business gerne “Joy of Use“ genannt, wie sie etwa beim Steinberg MR816 schön umgesetzt ist, tritt hier etwas in den Hintergrund. Mustergültiger Funktionsumfang und extrem kompakte Bauweise fordern hier Tribut. Dafür bekommt man ein professionelles Audiointerface, für das es als langfristiges Investment in Sachen Klang und Qualität in diesem Preissegment wenig Alternativen gibt.

  • Preis: ca. 900 Euro
  • RME

Dieser Artikel erschien in der DE:BUG.

Ableton Live 5 Update im Test

Tschüß Giftgrün, hallo Understatement-Schwarz: Das nächste Live-Update ist da. Wohl kaum eine andere Firma setzt Kundenwünsche so schnell in Produktverbesserungen um wie Ableton. Dass man dabei alle drei großen Zielgruppen von Live fest im Blick hat, zeigt die Liste der neuen Features.

Ob als Produktionsumgebung und klassischer Sequencer, als Tool zum Live-Spielen oder als DJ-Werkzeug … die Anwendungsmöglichkeiten von Abletons Live sind bekannt. Besonders letztere Verwendung dürfte mit der neuen Version 5 einen kräftigen Schub erhalten. Denn: Live kann jetzt auch MP3. Es spricht also nichts mehr dagegen, neben eigenen Loops und Phrasen wie bisher künftig ganze Tracks im MP3- oder OGG-Format in die Slots zu laden und bequem taktsynchron im Club zu droppen. Die eigens für komplexes Material, sprich ganze Tracks, verbesserte Time-Stretching-Engine macht’s möglich.

Neben diesem Feature gibt es zahlreiche Detailverbesserungen, wie ein – bestimmt nicht nur von mir sehnlichst erwarteter – automatischer Latenzausgleich auf allen Signalwegen. Trödelt ein PlugIn mal wieder, hinkt damit in Zukunft nicht mehr die Spur dem restlichen Arrangement hinterher, sondern sitzt schön tight. Latenzen lassen sich sogar manuell für jede Spur einzeln justieren; eine praktische Funktion vor allem für alle, die Live zusammen mit Hardware-Synthies betreiben. Dazu gibt es einen verbesserten Browser, inklusive der Möglichkeit, geräteunabhängig nach Presets und Sounds zu suchen. Ebenso kann man jetzt komplette Instrument- und PlugIn-Kombinationen als so genannte “Live Clips“ speichern und bequem verwalten. Auch eine wichtige Neuerung. Für eine komplette Liste der neuen Features und Infos zu den Upgrade-Bedingungen, checkt die Website von Ableton.

Dieser Artikel erschien in der DE:BUG.

Uad-1 DSP Karte im Test

Die Kombinationen aus DSP-Karte samt passendem PlugIn-Bundle sind eindeutig auf dem Vormarsch, immer mehr Firmen bieten dementsprechende Produkte an. Sei es EMUs “Proteus X“ im unteren Preissegment oder eben Universal Audio mit seinem “UAD-1 Ultra Pak“ am oberen Ende der Skala. An fehlender Rechenleistung der Host-Computer kann diese Entwicklung eigentlich nicht liegen, nie waren sie leistungsfähiger als heute.

UAD-1 DSP Karte

UAD-1 DSP Karte

Dann schon eher an der doch sehr verbreiteten “Try before buy“-Mentalität vieler Audiosoftwarenutzer, die den Softwareschmieden das Leben schwer macht, da das “buy“ doch meistens ausbleibt. Hast du eine DSP-Karte im Rechner, dann ist es schon viel schwieriger, die dafür passenden PlugIns mal eben so als Warez beim Kumpel um die Ecke zu besorgen, denn: Die PlugIns sind an die Seriennummer der Karte gebunden. Diese Spekulationen mal beiseite gelassen, macht die Anschaffung einer solchen DSP-Karte in der Praxis aber durchaus Sinn und gehörig Spaß noch dazu. Denn sind die rechenintensiven Plugins erst mal auf die CPU der DSP-Karte ausgelagert, arbeitet der Host-Rechner doch wesentlich entspannter. Die freiwerdenden Ressourcen machen sich positiv bemerkbar, wie sonst nur der Kauf einer neuen CPU. Diesen großen Pluspunkt muss man allerdings mit der Einschränkung bezahlen, dass man – hat man sich für eine DSP-Karte entschieden – künftig an Produkte dieser Firma gebunden ist (sofern sie auf dieser Karte laufen sollen) und nicht wie bei normalen PlugIns die Wahl unter unzähligen Herstellern hat.

PlugIns Galore

Diese eingeschränkte Wahlmöglichkeit lässt sich aber erstaunlich leicht verschmerzen, wirft man einen Blick auf die Qualität der mitgelieferten PlugIns – in diesem Fall die 24 aus dem Hause Universal Audio, die mit der DSP-Karte UAD-1 im Ultra Pak mitgeliefert werden. Denn der unpartitionierte DSP-Chip mit Hardware-Dithering erlaubt nicht nur das Arbeiten mit bis zu 32Bit /192kHz hoher Auflösung, sondern eben auch sehr komplexe Algorithmen, die mit ihren aufwändigen Fließkomma-Berechnungen jede Host-CPU in die Knie zwingen würden. Und das hört man, keine Frage. Dabei hat sich UA auf den DSP-Nachbau von Analog-Legenden aus dem Masteringbereich spezialisiert und versucht deren Klang dank der Rechenpower der UAD-1 akkurat nachzumodellieren. Dabei sind solche Kompressor-Legenden wie der Fairchild 670, der Teletronix LA-2A oder EQ-Mythen wie der Pultec EQP-1A Program-Equalizer. Dazu noch phänomenale Eigenentwicklungen wie der Cambridge EQ – alles in allem echte Highlights in diesem Bundle. Vor allem der Pultec EQ, der mit einfachsten Mitteln jedem Mix Wärme und Druck verleiht, dabei sauber nur die gewünschten Frequenzen anhebt, ohne andere Frequenzbereiche zu verfärben. Auch sehr überzeugend ist der Cambridge EQ, ein parametrischer 5-Band-EQ, da er selbst kleinste Änderungen präzise ausführt und einfach sagenhaft gut klingt. Ich kenne zumindest kein EQ-PlugIn mit vergleichbaren Klangeigenschaften.

Und das war erst ein kleines Best-Off der mitgelieferten Plugins. Mit am Start sind nämlich neben den erwähnten Vintage-Plugs weitere Präzisions-Mastering-Instrumente wie der Precision EQ und der Precision Limiter, professionelle Werkzeuge, die teilweise das Audiosingal intern auf 192kHz hochsampeln, um mit höchstmöglicher Qualität aufwarten zu können. Ach ja, hochklassige Reverbs und Hallgeräte in Form von DreamVerb und RealVerb Pro und Plate 140 gibt es natürlich auch noch – neben unzähligen weiteren Plugins, für eine komplette Liste hilft ein Blick auf die UA Website.

Fazit

Klar, billig ist er nicht gerade, der UAD-1 Ultra Pak, dafür bekommt man aber auch ein umfangreiches Sortiment an hochklassigen PlugIns geboten, in einer professionellen Qualität, die in der Cubase/Logic-Welt ihres Gleichen sucht und Dank RTAS-Standard auch mit ProTools verbunden werden kann. Wer etwas weniger ausgeben will, sollte sich mal die kleineren Bundles zu Gemüte führen, die mit der gleichen Karte, jedoch mit weniger Plugs aufwarten. Bleibt noch zu erwähnen, dass sich auch mehrere Karten in einem System problemlos kombinieren lassen und man dabei per Load-Balance die DSP-Rechenlast spielend zwischen den Karten verteilen kann. Wer diese Karte im Rechner hat, kann aus seiner DSP-Trutzburg die Entwicklungen der übrigen PlugIn-Welt erst mal entspannt an sich vorbeischnurren lassen.

Dieser Artikel erschien in der DE:BUG.