Die besten Foto-Apps für’s iPhone

Foto-Apps für das iPhone gibt es unzählige, doch welche davon taugen wirklich was? Ich muss sagen, seit das iPhone mit Generation 4 über eine gute Kamera verfügt, nutze ich diese intensiv. Im Alltag Jagd auf schöne oder interessante Motive machen, die vielleicht sogar eine kleine Story erzählen macht einfach Spaß. Und ein Gerät mit Touch-Oberfläche ist zum intuitiven Bearbeiten von Fotos einfach prädestiniert. Ebenen, Layer-Styles, ausgefuchste Bildbearbeitung à la Photoshop ist das natürlich nicht. Dafür: schnell, intuitiv und die Ergebnisse können sich – im Rahmen der Möglichkeiten einer Handy-Kamera – durchaus sehen lassen. Erstaunlich, ganze Bücher gibt es mittlerweile dazu. Weiterlesen →

 

Portal 2 auf dem Mac: Sprache ändern ist Pflicht

Mit “Portal 2” gibt es endlich einen hochkarätiges Spiel, das via Steam auch auf dem Mac erschienen ist. Sonst darf man sich ja spieletechnisch auf dem Mac mit gut abgehangenen 2007er PC-Spieletiteln (wenn diese dann mit gefühlt mehreren Jahrzehnten Delay auf dem Mac erscheinen) und kleineren Games (Angry Birds & Co…) begnügen.

Portal 2 ist da mehr als eine löbliche Ausnahme, sonder eher ein kleines Juwel – nicht umsonst erfreut es sich größter Beleibtheit und hat schon fast Legenden-Status. Nur: dazu gehört auch der Sprachwitz der Spieldialoge. Daher meine Empfhelung, sofern man möchte und der englischen Sprache halbwegs mächtig ist:

Was man definitiv als erstes tun sollte: Für Portal 2 auf dem Mac die Sprache auf Englisch umstellen. Deutsche Syncro: ok, man hat sich Mühe gegeben, jeglicher Witz der englischen Version geht jedoch komplett verloren. Und gerade das ist ja einer der Pluspunkte des Spiels, dass man nicht nur knobeln muss, um die Rätsel / Tasks zu bewältigen, nein es ist auch noch unterhaltsam, in der Tradition der seufzenden Türen in “Per Anhalter durch die Galaxis” oder dem depressiven Roboter Marvin.

Versucht man dies im Spiel (unter Audio-Optionen), ist dies dort möglich und man wird auf einen Neustart hingewiesen. Passieren tut jedoch nix.
Aber es gibt einen kleinen Workaround, der mir als absoluter Steam-Noob nicht bekannt war, daher mal kurz niedergeschrieben:

Portal 2: Sprache ändern

  1. Nicht im Spiel, sondern im Steam-Client direkt kann man die Sprache von deutsch auf englisch stellen.
  2. Dazu im Steam Client in die “Bibliothek” gehen (Übersicht der Spiele)
  3. Dort mit der rechten Maustaste auf das Spiel klicken (auf dem Mac: CTRL-Taste und Klick)
  4. Dort unter Eigenschaften auf den Tab Sprache wechseln und voilà, das war’s.

Das Spiel an sich kann ich uneingeschränkt empfehlen. Auch wenn es an einigen Stellen sackschwer ist ;-)

Kleiner Vorgeschmack, hier Portal 2 Trailer gucken.

Update:

englischer Ton, deutsche Untertitel so geht’s, Anleitung in englisch bei Steam findet sich hier.

Du hängst fest? Lösung gesucht? Portal 2 – Buch mit Tipps & Lösungen

iPhone WordPress-Theme: Blogs für iPhone und iPad fit machen

In Zeiten nahezu vollwertiger Browser auf mobilen Geräten wie iPhone, oder Tablets wie dem iPad, kann es sinnvoll sein, dem eigenen Blog ein Theme zu verpassen, dass eben für diese Geräte maßgeschneidert ist. Was man jedoch nicht tun sollte, und was mir bei einigen Newsseiten gehörig auf den Keks geht, ist: dem Nutzer keine Wahl lassen, zwischen der Webansicht und der Mobile-Version.

Wordpress-Theme für das iPhone: WP Touch

Wordpress-Theme für das iPhone: WP Touch

Schön, wenn jemand der Meinung ist, er weiß, wie eine Seite auf dem iPhone auszusehen hat – aber ich möchte das bitte selbst entscheiden können. Wozu hat man schließlich einen fast vollwertigen Browser auf dem mobilen Device. Für WordPress-Blogs geht das ganze ziemlich schmerzlos – mittels des Plugins WP Touch. Und ja, dieses läßt dem Nutzer die Wahl zwischen einem an klassische Apps angelehnten Look und der Web-Variante. Und so geht’s:

WordPress Blog für iPhone optimieren

  1. Für eine Darstellung als App auf dem iPhone empfiehlt sich das WP Touch Plugin.
  2. Plugin installieren, aktivieren…fertig! Fast.
  3. WP Touch konfigurieren:
    1. Wer mag kann sich gleich ein eigenes Icon erstellen und in den Settings von WP-Touch hochladen.
      Hier gibt es eine Photoshop-Vorlage dafür.
    2. Wer Google Analytics nutzt, sollte das entsprechende Script-Fragment in den WP-Tuuch Settings eintragen.
    3. Wer Google Adsense verwendet, sollte Adsense ID und Channel Name dort ebenso eintragen.
  4. Hier noch ein paar Tipps zum Thema.

WordPress Blog für iPad optimieren

Für alle Blogs auf wordpress.com ist das seit kurzem standarmäßig erfolgt. Wer abseits der WordPress-Plattform mit seiner eigenen WordPress-Installation unterwegs ist, kann auf das Onswipe-Plugin zurückgreifen.

Ich konnte es bei mir jedoch nicht installieren, Fatal Error :/

Vielleicht ergeht es Euch ja besser. Falls jemand Erfahrungen mit dem Plugin hat, gerne in den Kommentaren melden.

Fehlt mir nur noch das Device, um das Ganze zu testen ;-) Naja am 25.03. 17:00 wird das iPad 2 ja in den hiesigen Läden stehen. Was den iPad 2 Preis angeht: ich bin positiv überrascht, 480,- Euro für die 16GB WLAN-Variante finde ich doch ziemlich fair.

Weisses iPhone 4 oder iPhone 5 im Frühling?

Wann kommt das weisse iPhone endlich? Und vor allem: wenn es dann endlich kommt, wird es ein iPhone 4 oder bereits ein iPhone 5 sein? Dieser Tweet von Phil Schiller sagt, es kommt im Frühling. Hört sich erstmal so an, als ob es dann ein weisses iPhone 4 wäre.

Weisses iPhone im Frühling: Tweet von Phil Schiller

Weisses iPhone im Frühling: Tweet von Phil Schiller

Via SMSEO

Von mir aus könnten sie auch noch etwas warten, und es entweder so designen:

Weisses iPhone 5: wird es so aussehen?

Weisses iPhone 5: wird es so aussehen?

Oder wenn es nach mir ginge, auch gerne so, d.h. zurück zur Alu-Rückseite wie bei der ersten iPhone-Generation:

iPhone 5: zurück zur Alu-Rückseite?

iPhone 5: zurück zur Alu-Rückseite?

wie bei diesem iPhone 5 Mackup via MacRumors zu sehen. Würde auch gut zum iPad 2 passen, oder etwa nicht!? ;-)

Facebook Comments mit WordPress-Plugin in Blogs integrieren

Seit kurzem bietet ja Facebook die Möglichkeit, Facebook-Kommentare in externe Seiten zu integrieren. Klar, Datenschutz ist dabei ein Thema, Abhängigkeit vom großen Muttertier Facebook natürlich auch. Unklar auch, welche Folgen das hat, auf das Kommentarverhalten der Nutzer. Interessant auf jeden Fall, das große Seiten wie stern.de auf dieses neue System setzen.

Vorteil: jeder Facebook-Kommentar erscheint im Facebook-Newstream des Kommentierenden, da dadurch entsteht ähnlich wie bisher durch den Sharebutton ein Hinweis an dessen Facebook-Freunde. Aufmerksamkeit und Traffic von Facebook werden gesteigert.

Nachteil: die Kommentarfunktion ist rein Javascript basiert, sollte dadurch für den Google-Bot unsichtbar sein, dadurch fehlt der User generated Content auf den eigenen Seiten. Um das etwas abzumildern würde ich auf jeden fall die klassische Kommentarfunktion wie WordPress parallel anbieten.

So sieht ein Kommentar dann auf Facebook aus:

Facebook-Kommentare in WordPress

Facebook-Kommentare in WordPress

Wie auch immer, gesetzt den Fall, man möchte Facebook-Kommentare in seinen WordPress-Blog integrieren und nutzt das Thesis Theme, hier mal zusammengefasst, welche Schritte dafür nötig sind.  Fragen oder bessere Vorschläge gerne in den Kommentaren.

Anleitung: Facebook-Kommentare in WordPress

  1. Installiere das WordPress-Plugin Facebook Comments for WordPress
    (einfach in deinem WordPress-Backend unter Plugins nach “Facebook Comments for WordPress” suchen).
  2. Aktiviere das WordPress-Plugin
  3. Konfiguration des Plugins– und folgende Einstellungen sind dafür nötig:
    1. Application ID (deutsch: Anwendungsnummer) und den
    2. Secret Code (deutsch: Anwendungs-Geheimcode), dazu musst du dir eine
    3. App bei Facebook anlegen, falls noch nicht geschehen.
    4. Trage diese beiden Werte in den Settings des Plugins ein:

      Facebook Application ID eintragen

      Facebook Application ID eintragen (Bild anklicken für größere Ansicht)

    5. Jetzt geht es an die Checkboxen, folgende Settings haben sich für mich bewährt:

Basic Settings

Facebook Comments in WordPress: basic Settings

Facebook Comments in WordPress: basic Settings (Bild anklicken für größere Ansicht)

Comments Box Settings

Facebook Comments in WordPress: Comments Box Settings

Facebook Comments in WordPress: Comments Box Settings (Bild anklicken für größere Ansicht)

Sprache und erweiterte Einstellungen

Facebook Comments in WordPress: Sprache und erweiterte Einstellungen

Facebook Comments in WordPress: Sprache und erweiterte Einstellungen (Bild anklicken für größere Ansicht)

Die Kommentar-Verwaltung erfolgt dann ügrigens im Facebook-Backend. Mail-Alert läßt sich ebenfalls über das WordPress-Plugin einstellen. Hier findet sich eine ähnliche Anleitung, allerdings ist die dort beschriebene, etwas umständliche Prozedur nicht mehr nötig, da dass Facebook Comments for WordPress Plugin mittlerweile geupdated wurde.

Weitere Anleitungen und Artikel dazu:

  1. Integration von Facebook “Comments” in WordPress (tech-blog.net)
  2. Facebook Kommentare in WordPress integrieren (Sebastian Wendler)

Das sollte es gewesen sein, hat’s bei dir geklappt?

Vorschläge und Feedback gerne in den Kommentaren vermerken.

Neue Mac Book Pro Modelle – jetzt mit richtig viel Grafikspeicher?

Apple hat ja heute die neuen Mac Book Pros veröffentlich, der große Refresh der Mac Book Pro-Reihe ist es nicht geworden, eher eine überfällige Aktualisierung auf die neuesten Prozessoren. Achso, “Thunderbolt” a.k.a. Lightpeak gibt’s jetzt auch, haut mich persönlich aber nicht so vom Hocker – eine (von mir aus auch relativ kleine SSD) in allen Mac Book Pros hätte mir besser gefallen. Weiterlesen →

Social News: Ist die Zukunft der Nachrichten social?

Vielleicht hat mich das Ableben von Rivva so beschäftigt, weil ich fest an das Konzept der sozialen News glaube. Und ich meine hier nicht nur die “normale” Rivva-Seite, sondern “Rivva Social” im Speziellen. Was hat Rivva Social gemacht? Dort wurden alle Links von Twitter-Accounts (denen ich folge) zu meinem persönlichen Nachrichten-Stream zusammen gefügt. Ja ich weiß, ich könnte mir die News auch selbst aus meiner Twitter-Timeline picken, aber sorry, dass ist für mich nicht praktikabel – bzw. das Rauschen aus persönlichen Tweets zu laut. Ähnlich sehe ich Facebook als Newsquelle: von der Darstellung schon leicht besser, wenn jemand einen Link shared gibt es wenigstens Title, manchmal ein Bildchen und die Voll-URL, bei Twitter sieht man ja meistens nur diese Short-URLs. Aber auch hier rauscht der Stream zu schnell an mir vorbei, man nimmt hier und dort eine News-Perle mit, aber das war’s auch schon.

Daher war Rivva Social für mich eine wunderbare Quelle für nach meinen Interessen selektierten Nachrichten, und zwar von Quellen und Personen, die ich ausgewählt habe. Na und, dafür gibt’s doch Feedreader, könnte man jetzt entgegnen. Aber Feedreader funktionieren anders: alle Nachrichten einer jeden Quelle werden aufgelistet, dass mag für manche Zwecke interessant sein (als Themendashboard zur Beabobachtung der Nachrichtenlage etwa), aber ist für mich oft fürchterlich irrelevant. Weder Netvibes, Feedly oder der Google Reader konnten mir genau das bieten, was Rivva Social geboten hat.

Und ich glaube nicht, dass ich hier meinen persönlichen Spleen verallgemeinere, wenn ich der Überzeugung bin, dass hierin ein großes Potential für die Nachrichten der Zukunft liegt. Sehe ich die zahlreichen gegenüberstellungen “The Daily vs. Flipboard” (hier und hier) sehe ich Flipboard klar im Vorteil, The Daily eher als alter Wein (klassisches redaktionelles Angebot) in neuen Schläuchen (iPad-App). Und schaue ich mir die Google News-Ausgabe in USA an, sehe ich bereits eine “Most shared”-Sektion:

Google News (US) "Most Shared"

Google News (US) "Most Shared"

Nur so nebenbei bemerkt: Und was immer man davon halten mag, der Faktor “Social” wird von Google z.B. in der Websuche gerade in USA offiziell als “Social Search Update” eingeführt (Youtube-Video dazu).

Bau’ Dir Deine eigenen Social News

Aber ich will nicht nur Rivva Social hinterhertrauern, dass Leben geht weiter, es gibt auch jetzt schon Möglichkeiten, sich seinen handpicked Newsstream zu basteln, diese möchte ich im Folgenden kurz vorstellen. Und so gerne ich Instagram (Foto-Community-App auf  dem iPhone) mag – nein, ich glaube nicht, dass das DER neue Kanal für News sein wird ;-)

Knowabout.it – neuer Social-News-Aggregator

Sozialer News-Aggregator Knowabout.it

Sozialer News-Aggregator Knowabout.it

Ganz frisch am Markt und für mich persönlich schon sehr vielversprechend: Knowabout.it. Man definiert seinen Twitter, Facebook oder auch Google Buzz Account als Quelle und daraus wird ein recht übersichtlicher Nachrichtenstream gezimmert. Diese Quellen stehen zur Wahl:

Diese Quellen lassen sich mit Knowabout.it verdrahten

Diese Quellen lassen sich mit Knowabout.it verdrahten

Natürlich kein Augenschmauss, wie Flipboard auf dem iPad (wann kommt das eigentlich endlich mal auf’s iPhone?) aber dafür übersichtlich und mit ein paar praktischen Funktionen nebendran, wie z.B. “Potentially missed” was einen auf vermutlich verpasste Themen aufmerksam machen soll, oder “Peek and Compare” was einen auch in die Newsstreams anderer schauen läßt.  Ausprobieren also wärmstens empfohlen, zur Zeit noch in der closed Beta, aber die Wartezeit ist nur ein paar Tage.

Gegen das Verpassen: "Potentially missed"-Funktion von knowabout.it

Gegen das Verpassen: "Potentially missed"-Funktion von knowabout.it

Google Reader: Persönliche Empfehlungen

Persönliche Empfehlungen im Google Reader

Persönliche Empfehlungen im Google Reader

Der Google Reader ist ja mitterlweile auch etwas sozialer geworden, nicht nur was das sharen angeht, sondern dort kann man auch Nutzern und deren Empfehlungen abonnieren / followen. Das ist natürlich nicht so breit und vielfältig wie ein Stream der sich aus Twitter- und Facebook speist. Dafür stimmt die Qualität um so mehr – wenn man den richtigen Leuten folgt. Dazu sei dieser Artikel von Netzwertig empfohlen.

Wer zum Beispiel “Reeder” als Feedreader auf dem iPhone nutzt, hat so immer seinen persönlichen Newsfeed in der Tasche.

Weiterlesen?

Rivva down, Commentarist offline, what’s next?

Eigentlich wollte ich mal einen Sammelpost machen, was sich so an Entwicklungen rund um Newsangebote im Web getan hat. Wären da nicht zwei wie ich finde symptomatische Ereignisse, hätte ich diesen Post auch sicher noch etwas reifen lassen. Aber eh die Materialsammlung noch umfangreicher wird, schreibe ich lieber mal alles runter.

Rivva ist offline

Rivva ist offline

Rivva ist vom Netz

Sehr traurig, aber der für mich recht einzigartige Blog- und News-Aggregator Rivva ist offline. Das Einmannprojekt von Frank Westphal war für einen schnellen Blick auf die Nachrichten- und Gefühlslage der deutschen Blogosphäre für mich immer eine erste Anlaufstelle. Richtig gut fand ich vor allem die “Rivva Social”-Erweiterung, die gekoppelt an einen Twitter-Account alle Links aus Twitter zu einem übersichtlichen Stream aggregierte. Franks Monetarisierungspläne (der letzte Versuch waren Sponsored Posts) gingen nicht auf – inwiefern er nach einem Investor gesucht hat, inwiefern monetäre Gründe zum Ende von Rivva führten kann ich nicht sagen. Bleibt die Hoffnung, dass es sich noch ein Weg auftut und Rivva ans Netz zurückkehrt.

Commentarist erstmal offline

Aus Angst vor rechtlichen Schritten offline: Commentarist

Aus Angst vor rechtlichen Schritten offline: Commentarist

Ebenfalls gerade offline und dabei vor kurzem erst gelauncht ist ein anderer Aggregator: der Commentarist. Hier sollten ausschließlich Meinungs-Artikel aus der deutschen Medienlandschaft zusammengestellt werden. Die Beschreibung eines Algorithmus’, der Arikel auf “Meinungsgehalt” prüft, hat mich erstmal etwas amüsiert. Die Seite an sich hat aber wohl den Schnappreflex einiger Verlage ausgelöst  – man sah sich derart massiven rechtlichen Schritten ausgesetzt, dass man jetzt erstmal wieder off gegangen ist – schade.

Rivva und Commentarist stehen für mich für zaghafte Versuche, mal abseits der gängigen Newsportale zu denken und einen Nachrichtenüberblick zu schaffen, der nicht der Chefredaktion eines Hauses untersteht, sondern einem Algorithmus, bzw. Memetracker, der sich von Seite zu Seite, von Link zu Link crawlt. Ok, bei Rivva mögen es andere Gründe sein, bei Commentarist sieht man deutlich, die Einschätzung solcher Seiten durch die deutsche Verlegerbranche: man sieht sie als mießliebige Contentvampire, die mit Fremdinhalten Geld verdienen. Der Platzhirsch Google News wird dafür ja auch immer mal wieder gerne unter Feuer genommen. Was Burda nicht davon abgehalten hat, dass Konzept mehr oder weniger zu übernehmen und nachrichten.de zu gründen. Dabei geht dieser Vorwurf meines Erachtens vollends in Leere, ich sehe solche Angebote eher als Aufmerksamkeitsverteiler – diese wird 1:1 an die Quellen durchgereicht, die erfassten Inhalte nur angeteasert, gelesen wird bei der Originalquelle. Was auch gerne mal vergessen wird: Google News ist werbefrei. Und die Trafficmengen, die aus Google News selbst, und vor allem durch News-Oneboxen in den klassischen Suchergebnissen von Google eingesteuert werden, wenn es Nachfragepeaks gibt, sind nicht ohne.

Es tut mir leid, aber für mich sieht das nach zu kurz gesprungener Verteidigungshaltung der deutschen Verleger aus. Alles, was nicht den eigenen Stallgeruch hat, wird erstmal für böse befunden und – zumindest im Falle vom Commentarist – rechtlich verfolgt. Ist dass denn so schwer zu verstehen: ihr gebt den Teaser und bekommt dafür Leser?

Newsgrape – “Youtube für Texte”?

Newsgrape - das Youtube für Texte?

Newsgrape - das Youtube für Texte?

Aber das Netz bewegt sich ja weiter, Newsgrape (mehr dazu z.B. bei Netzwertig) steht in den Startlöchern. Bin gespannt, was dahinter steckt, wenn der Vorhang fällt – beim selbsternannten “Youtube für Texte” – an Ambitionen mangelt es offensichtlich nicht ;-)

Social News?

Google News ist letztes Jahr in USA etwas um eine Soziale Komponente angereichert worden – einer von vielen Hinweisen darauf, dass “News” und “Social” demnächst auch auf Angebotsseite etwas zusammenrücken. Aus Nutzerseite ist das ja schon im Gange, Facebook und Twitter wachsen in ihrer Bedeutung für Aufmerksamkeit für Nachrichtensites. Flipboard zeigt auf dem iPad wie’s geht, Murdochs “The Daily“… bis jetzt, was ich so höre..nicht so ;-) Ist aber auch eher ein klassisches Newsangebot in Form einer iPad-App. Vielversprechender sind für mich solche Seiten wie der Ligainsider, ein Fussball-News Aggregator, der ganz auf dem Engagement der Nutzer basiert – hier werden die Fussball-Nachrichten aus dem Forum des Bundesliga-Managerspiels “Fooma” aggregiert, bzw. die Links zu den News.

Wie auch immer, es bleibt spannend, was von diesen Ausblicken auf 2011 und unter anderem News eintreffen wird:

Der Abschied von Rivva macht mich jedendalls etwas wehmütig. Wie Schreibt ein Rivva-Leser names Eberhardt so schön in Rivva-Kondolenzbuch:

So wie Rivva würde ich mir die Zukunft von News im Netz vorstellen. (…)

Linkbait Content erstellen

Inhalte möglichst so zu konzipieren, dass sie virale Effekte, sprich eine möglichst große Dynamik in ihrer Verbreitung im Netz entfalten, ist natürlich für jeden Contentproduzenten interessant. Eine recht ähnliche Zielsetzung ist es, wenn der Inhalt möglichst viele Links einsammeln soll. Was gibt es dabei zu beachten? Habe mir mal diesen Post hier zu Gemüte geführt, der genau dieses Thema behandelt.

Ich will es kurz machen, dies hier waren für mich seine Kernaussagen:

Linkbait Content erstellen

  1. Wer seine Inhalte viral machen möchte, muss mit seinen Inhalten viele Leute ansprechen.
  2. Zwei Inhaltsarten eignen sich dazu besonders: Listen und Kontroversen
  3. Sei unique durch Ausführlichkeit und Detailtiefe
  4. Sei schneller als alle anderen bei Breaking News
  5. Teile deinen Text in Sinnabschnitte, verlinke andere wo nötig, nutze Listen.
  6. Sei originell (sein Beispiel: er erstellt kostenlose Banner für seine treuesten Nutzer)
  7. Achte auf das Layout bzw. Look and feel deiner Seiten
  8. Schreib lange Posts.
  9. Mach Contests
  10. Schreib Stories von News-Sites ab und ergänze deine Meinung dazu (sinngemäß :)

Well…sonderlich tiefschürfende Erkenntnisse verbergen sich hierin nicht, was dieser Post jedoch gut leistet:

  1. Roundup einiger Grundregeln für Texten online und im Blog-Kontext.
  2. Anwendung dieser Regeln auf seinen Post.
  3. Und siehe da, es hat geklappt, ich habe ihn ja schließlich zitiert und angelinkt.
  4. Mich als Leser zufriedengestellt und zu einem wiederkehrenden, treuen User gemacht hat er damit aber noch lange nicht ;-)