Kopfhörer oder inEars für unterwegs: AIAIAI Tracks und Swirl

Ist schon eine Weile her, da habe ich für die De:Bug die TMA-1 Kopfhörer besprochen – seit dem habe ich die Firma aus Dänemark irgendwie auf dem Schirm behalten. Als sie dann einen leichten Kopfhörer und inEars vorgestellt haben, dachte ich: oha, warum nicht mal testen – und siehe da, es hat sich gelohnt.

 

Tracks Kopfhörer: wie gemacht für unterwegs und Musikhören mit dem iPhone

Schon beim AIAIAI TMA-1 fand ich das Design extrem gelungen – für und von DJs konzipiert, war alles auf schmucklose, robuste Verlässlichkeit ausgelegt. Dagegen wirkten meine alten Sennheiser fast wie Spielzeug. Bei den AIAIAI Tracks dominiert auch wieder die Liebe zum minimalistischen Industriedesign. Als Kopfhörer für Unterwegs zum Musikhören im Büro oder mit dem iPhone oder einem der hippen Ultrabooks standen hier augenscheinlich Leichtigkeit und Tragekomfort im Vordergrund. Die Konstruktion ist denkbar simbel – ein Bügel, der die beiden Ohrmuscheln hält, Kabel dran, fertig. Erinnert fast an die Kopfhörer aus guten alten Walkman-Zeiten.

Und wie klingen sie denn nun?

Packt man die AIAIA Tracks aus, schluckt man erstmal kurz – was, dass soll alles sein für 80 Euro? Dieser Eindruck hält aber nur so lange, bis man sie das erste mal aufsetzt und die Musik einschaltet. Will nicht übertrieben lobhudeln – aber das war schon ein kleines Aha-Erlebnis. Der Klang ist ausgewogen, räumlich und transparent. Dank der luftigen Bauweise sitzen die Tracks sehr angenehm. Wer sie mit dem iPhone zusammen verwendet, kann das integrierte Mikrofon und die im Kabel integrierte Fernbedienung nutzen, wie man das von Apple-Kopfhörern gewohnt ist – so soll es sein. Die Tracks haben sich für mich jedenfalls in kürzester Zeit zum Lieblingskopfhörer für’s Büro, Filme gucken auf dem iPad oder auf dem Laptop gemausert und ich möchte sie nicht mehr missen.

Swirl – inEars von AIAIAI

Nun gibt’s auch Situationen, wo man lieber inEars nutzen möchte – dafür habe ich mir die AIAIAI SwirlinEars angeschaut. Sehr robust gestaltet, fällt auf, dass das Kabel dicker ist, als von vielen inEars gewohnt. Mikro und Fernbedienung für’s iPhone sind auch hier wieder mit dabei. Leider passen die schwarzen Ohrpolster (oder wie nennt man das bei inEars?) nicht zu meinen Ohren. Oder es liegt am doch einigermaßen schweren Kabel, jedenfalls fielen sie mir immer aus den Ohren. Gut, dass Aufsätze in vier Größen beiligen – da sollte für jeden die richtige Größe dabei sein. Beim Wechseln der Aufsätze muss man aufpassen, dass man sie nicht zu weit auf die inEars steckt, sondern quasi nur halb – sonst hat man die scharfen Kanten der inEars im Ohr. Aber nach kurzem Herumprobieren kriegt man das einfach hin. Diese Aufsätze sind auch nicht schwarz sondern milchweiß. Klanglich hab ich jedoch an den Swirls nichts ausszusetzen: solide decken sie das Klangspektrum gut ab und die Klangwiedergabe ist angenehm ausgewogen.

Fazit:

Es klang ja schon etwas an, die Tracks haben es mir schon sehr angetan, kann ich wärmstens empfehlen. Leicht, angenhem zu tragen und klanglich hervorragend. Die Swirls sind eine Option, wenn es um Situationen geht, wo der Lärmpegel etwas höher ist – zum Beispiel in der Bahn. Hier schirmen inEars sehr gut ab und man kann in Ruhe die Musik genießen. Die robuste Bauweise verspricht eine lange Lebensdauer – wenn es bei inEars etc. Verschleiß gibt, sind es ja meist die Kabel. Die Robustheit des Kabels hat aber auch seinen Preis: sprich etwas mehr Gewicht, als man es von anderen Firmen gewohnt ist. Beide Produkte sind sicher nicht die günstigste Variante auf ihrem Gebiet, aber für’s Geld bekommt man hier verdammt gut aussehendes Design und eine vorbildliche Verarbeitung gepaart mit – insbesondere bei den Tracks – hervorragendem Klang.

AIAIAI Tracks ca. 80 Euro, AIAIAI Swirl ca. 57 Euro, AIAIAI TMA-1 ca. 169 Euro, AIAIAI Homepage

 

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2 Kommentare

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