Ableton Orchestral Instrument Collection im Test

von ludwig am 12. März 2008


Abletons Live Sequencer goes classic. Mit der Orchestral Instrument Collection bietet Ableton eine qualitativ hochwertige Sound-Erweiterung an, die sich anschickt, das Gebiet der großen Orchester-Soundlibraries zu erobern.

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Ableton Orchestral Instrument Collection

Kompromisslose Soundqualität ist ja einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um Samplelibraries für klassische Orchester-Sounds geht. Leider bringt dieser Anspruch auch zwei unschöne Nebeneffekte mit sich. Erstens: immenser Bedarf an Speicherplatz. Zweitens: damit einhergehend lange Ladezeiten der Samples.

Performance

Hier punktet Ableton mit seiner ”SmartPriming“-Technik: Lädt man ein Instrument aus der OIC, geht der Ladevorgang somit erstaunlich schnell und anschließend wirft Ableton alle nicht benötigten Samples aus dem Speicher, so dass keine Ressourcen blockiert werden. Dieser Prozess funktioniert vollautomatisch im Hintergrund und führt zu in diesem Gebiet beachtlich schnellen Ladezeiten und einem insgesamt flotten Arbeiten mit den Sounds.

Klang und Klänge

Aber auch klanglich weiß die OIC zu überzeugen. Das ganze Bundle besteht aus den vier separaten Modulen Orchestral Strings, Orchestral Brass, Orchestral Woodwinds und Orchestral Percussion. Enthalten ist damit so gut wie alles an Instrumenten, was jeder gute Orchestergraben so in petto hat. Jedes Instrument wurde minutiös in verschiedenen Artikulationen und Ausdrucksstärken gesampelt und steht zudem jeweils in einer Voll-, und leicht abgespeckten ”LE“-Version zur Verfügung. So kann man bequem wählen, ob man Klangqualität oder Ressourcenoptimierung den Vorzug gibt.

Die Sounds klingen dabei durchweg sehr authentisch und der Raumfaktor bleibt angenehm dezent, so dass man wunderbar selbst bestimmen kann, ob die Signale eher trocken und direkt oder in weiten Räumen platziert werden. Wirklich überzeugend ist die Staffelung der verschiedenen gesampelten Dynamik- und Anschlagstufen. Kurze Hits oder weiche Streicherfiguren, beides ist oft dank multilayer-Technik mit ein- und demselben Instrument möglich.

Fazit

Auf der Festplatte beansprucht die OIC insgesamt 25 GB, wenn alle Teile installiert werden. Daher wird diese Erweiterung auf zwei Dual-Layer DVDs ausgeliefert und steht nicht zum Download bereit. Der Preis liegt mit 499,- eher im unteren Bereich, gemessen an der Konkurrenz und ist angesichts der gebotenen Qualität durchaus angemessen, zumal jedes der vier Teil-Pakte auch einzeln erworben werden kann.

Für klassikaffine Ableton-Nutzer ist das OIC damit fast ein Muss, für Genre-fremde Produzenten eine nicht zu unterschätzende Erweiterung des Klangrepertoires, jenseits von Sägezahn, Bitcrusher und Drum-Machines.

Dieser Artikel erschien in der DE:BUG.

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